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Aktueller Heizölpreise-Trend 04.06.2020: Streit der Opec+-Mitglieder über Förderquoten lässt Rohöl- und Heizölpreise fallen (04.06.2020)

Brentölpreis hält die Marke von 39 USD/Barrel - Euro wartet auf EZB-Entscheidungen - Heizölpreis fallend

Heizölpreise: Der bundesdurchschnittliche Heizölpreis für Heizöl der Sorte Standardqualität bezogen auf eine Abnahmemenge von 3.000 Litern (entspricht einem Energieinhalt von 30.240 kWh) schloss am Mittwochabend mit einem Plus von 0,4 % bei 48,70 Euro/100 L. Damit setzte der Heizölpreis seinen Preisanstieg der letzten Tage fort.



Gegenüber dem Heizölpreisstand vom 1.01.2020 sind die Heizölpreise aktuell um 32,0 % gefallen - dies entspricht einem absoluten Minus von 22,90 Euro/100L.

Heizölpreise-Tendenz: Unter Berücksichtigung der Börsenentwicklungen vom Mittwoch und dem aktuellen Stand der Börsen am Donnerstagvormittag gehen wir heute für die Heizölpreise von folgender Tendenz aus: fallend!

Bereich Schlusskurs
02.06.2020
Schlusskurs
03.06.2020
Veränderung
zum Vortag
Tendenz
04.06.2020
Heizölpreis (Euro/100L) 3.000 L Standardqual. 48,51 48,70 + 0,4 %
Rohölsorte Brent (US-Dollar/Barrel) 39,57 39,79 + 0,6 %
Wechselkurs (Euro/US-Dollar) 1,1166 1,1242 + 0,7 %


Als Hauptursachen für die Entwicklung der Heizölpreise können folgende preisbestimmenden Faktoren von gestern und dem heutigen Morgen herangezogen werden:

1. Ölpreise:
Am Mittwochabend schloss der Rohölpreis der Rohölsorte Brent mit einem Preisanstieg von 0,6 % und stand am Tagesende bei 39,79 USD/Barrel - damit konnte der Brentpreis seinen Stand über der  Marke von 39 USD/Barrel weiter ausbauen. Hauptgrund für den Ölpreisanstieg am gestrigen Tag war die Hoffnung, dass die Opec+-Mitglieder die bereits beschlossene Ölförderkürzung von 9,7 Mio. Barrel/Tag auch über den Monat Juni hinaus verlängern könnten - dieses Szenario stützte die Ölpreise.



Seit Jahresbeginn ist der Ölpreis der Sorte Brent um rund 39,7 % gefallen - absolut entspricht dies einem Ölpreisrückgang um 27,68 USD/Barrel.

Ölpreis-Tendenz: Zum Start in den Donnerstag fällt der Brentölpreis um 1,7 % - aktuell steht er bei 39,19 USD/Barrel. Ursache für den heutigen Preisverfall ist der Streit innerhalb der Opec+-Mitglieder, da sich vor allen Dingen der Irak und Nigeria bisher nicht an die beschlossen Förderkürzungen gehalten haben. Deshalb sind Saudi-Arabien und Russland nur bereit einer Verlängerung der beschlossenen Ölförderkürzung um 9,7 Mio. Barrel zu zustimmen, wenn sich alle Opec+-Mitglieder klar zur Einhaltung der Förderquoten verpflichten - dieser ungeklärte Sachverhalt setzt heute die Ölpreise unter Druck.

2. Eurokurs: Der Kurs des Euro zeigte sich zur Wochenmitte um 0,7 % stärker und schloss bei 1,1242 - die gute Stimmung an den Finanzmärkten lies den Euro über die Marke von 1,12 steigen.



Seit Jahresbeginn hat sich der Euro gegenüber dem US-Dollar um 0,8 % verringert.

Eurokurs-Tendenz: Zum Start in den Donnerstag zeigt sich der Euro um 0,3 % schwächer - aktuell steht er bei 1,1205. Die Finanzmärkte schauen heute auf die geldpolitischen Entscheidungen der EZB, die am heutigen Nachmittag anstehen. Dabei geht es um die Frage, ob die EZB ihr Aufkaufprogramm von Staatsanleihen eventuell weiter aufstockt.

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